Bienen, Imkerei und Schulgarten

„Das Leben zeugt Blumen und Bienen. Blumen, das sind die sch├Âpferischen Geister, und Bienen die andern, die daraus Honig sammeln.“

(Christian Morgenstern, 1871-1914)

Unter der Leitung von Thorsten Uhde k├╝mmern sich Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler aller Altersstufen gemeinsam zwei Stunden w├Âchentlich (ganzj├Ąhrig) um die Schulbienen sowie den Schulgarten des Copernicus-Gymnasiums Philippsburg.

Aufgaben:

Die Jungimker unserer Schule k├╝mmern sich ab Mitte M├Ąrz bis Anfang September intensiv um die Bienen. Im Fr├╝hjahr werden die Beuten (Wohnraum) der Bienen erweitert und Reinigungsarbeiten durchgef├╝hrt. Ab Mai werden einmal in der Woche alle Bienenv├Âlker auf ihren Schwarmtrieb untersucht und dieser weitestgehend unterdr├╝ckt (auch in den Ferien!). So wird gew├Ąhrleistet, dass die Bienen nicht ausschw├Ąrmen. Besonders ist darauf zu achten, dass sich der Parasit der Honigbienen, die gef├╝rchtete Varroa-Milbe nicht zu stark in den V├Âlkern vermehrt. Sobald die Bienen genug Honig gesammelt haben, wird der Honig geerntet. In Zusammenarbeit mit dem Bezirksimkerverein Philippsburg wird der eigene Honig aus den Honigwaben geschleudert, in Gl├Ąser abgef├╝llt und auf Schulfesten verkauft.

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft k├╝mmern sich die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ebenso um den Schulgarten. Sie bewirtschaften Beete (Erdbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, K├╝rbisse, aber auch verschiedene Bl├╝tenpflanzen) und k├╝mmern sich um unseren gro├čen Teich. Dieser wurde im August 2009 als Projekt zwischen Lehrern, Sch├╝lern und Eltern fertig gestellt. Inzwischen haben sich die ersten Fr├Âsche angesiedelt.

Finanzierung:

Die Arbeitsgemeinschaft finanziert sich aus Spenden und dem Verkauf des eigenen Honigs. Durch die Teilnahme an ÔÇ×Aktion KlimaÔÇť (gef├Ârdert von Bildungscent e.V. und dem Bundesumweltministerium) standen der Arbeitsgemeinschaft 500 ÔéČ zur Verf├╝gung, die in Pflanzen und Gartenger├Ąte investiert wurden.

Ziele:

Ziel unserer AG ist ein Verst├Ąndnis f├╝r die Natur, Lebensr├Ąume kennen zu lernen und diese zu erhalten bzw. zu schaffen. Das Prinzip der Nachhaltigkeit lernen die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler im Rahmen der Imkerei und Gartenarbeit hautnah kennen. Ein ausgelaugter Boden bringt kaum Ertrag. Pflanzenabf├Ąlle werden kompostiert und wichtige N├Ąhrsalze dem Boden zur├╝ckgegeben. Die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler lernen einen Stoffkreislauf kennen. Im Rahmen des Nutzgartens versuchen die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler einen Weg zu finden, der der Natur sowie ihren eigenen Anspr├╝chen und W├╝nschen gerecht wird (├Âkologische Landwirtschaft). Die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler lernen nicht nur theoretisch den Begriff der Nachhaltigkeit kennen, sie begreifen ihn durch ihr Handeln. Wenige Wochen nach ihrer Arbeit k├Ânnen sie erkennen, welche Folgen dies f├╝r unser Biotop hat. Ebenso wird ein vers├Ąumtes Handeln direkt sichtbar.

In der Imkerei bewirtschaften wir zurzeit sechs Bienenv├Âlker. Die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ├╝bernehmen Verantwortung f├╝r die gesamten Bienenv├Âlker. Au├čerdem lernen sie die Bedeutung der Bienen f├╝r die Natur (Best├Ąubung) kennen und sch├Ątzen. Am Ende des Bienenjahres ernten sie den Erfolg ihrer Arbeit, den Honig. Die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler vermarkten selbstst├Ąndig die Produkte aus dem Schulgarten, allen voran der Honig. Aber auch selbst hergestellte Kerzen aus eigenem Bienenwachs werden verkauft.

In unserer AG arbeiten Sch├╝ler aller Alterstufen zusammen. Dies f├Ârdert das Zusammengeh├Ârigkeitsgef├╝hl und das Wohlf├╝hlen am Copernicus-Gymnasium. Die Tatsache, dass die AG Sch├╝lern aller Altersstufen offen steht, f├Ârdert die soziale Kompetenz der Sch├╝ler. Sie lernen sich au├čerhalb der Klassen gegenseitig kennen und sch├Ątzen. Sie profitieren vom Wissen und der Erfahrung anderer Altersstufen. Das k├Ârperliche Arbeiten ist ein wichtiger Ausgleich zum geistigen Lernen und Handeln im normalen Unterricht. Hier kann jeder Erfolge haben.

Au├čerschulische Kooperationspartner:

Bezirksimkerverein Philippsburg

┬ę 1998-2018 Copernicus-Gymnasium

Scrolle zum Anfang