Individueller Schüleraustausch nach Frankreich
Im Frühjahr hatten wir, drei Schüler*innen aus der neunten Klasse, die besondere Gelegenheit, an einem individuellen Austausch in Auray, einer kleinen Stadt in der Bretagne, teilzunehmen. Nachdem unsere französischen Austauschpartner*innen uns in Deutschland besucht hatten, durften wir sie für zwei Wochen in Frankreich begleiten und haben auch am Schulunterricht im „Benjamin Franklin Collège“ teilgenommen. Dabei haben wir nicht nur unser Französisch verbessert, sondern auch den Alltag in einer anderen Kultur kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen und viele unvergessliche Eindrücke gesammelt. In den folgenden Berichten erzählen wir von unseren persönlichen Erlebnissen.
Ich war sehr aufgeregt und habe mich gefreut als mein Austauschpartner im Februar zu mir kam. Wir haben viele Ausflüge mit meinen Freunden, aber auch mit den anderen Schüler*innen aus Frankreich gemacht. Durch den Zeitpunkt des Besuchs konnten diese auch deutsche Faschingsumzüge erleben.
Knappe 2 Wochen nach dem ersten Abschied ging es für uns in die Bretagne. Dort fand ich vor allem die Kantine und das Niveau in verschiedenen Schulfächern sehr bemerkenswert. Ich habe oft das Meer, aber auch verschiedene Städte gesehen. Alles in allem war dieser Austausch eine coole und durchaus lehrreiche Erfahrung. Ich habe mich sehr gut mit meinem Austauschschüler und dessen Familie verstanden und mir wurde klar, dass mein Französisch wesentlich besser ist als ich dachte, da ich vor allem in der Schule fast nur Französisch gesprochen habe.
Für mich persönlich war in diesem Austausch vor allem interessant, mit meinem Austauschschüler Meinungen auszutauschen und über kulturelle Unterschiede zu sprechen. Ich hoffe sehr, dass die Möglichkeit solche Erfahrungen zu machen bestehen bleibt und kann es absolut weiterempfehlen, sofern Interesse an anderen Kulturen und Menschen besteht.
Lorena Geiger, Klasse 9b
Schon nach den ersten Tagen in Frankreich habe ich gemerkt, wie viel ich ganz nebenbei von der Sprache mitnehme. Überall war ich von Französisch umgeben, sei es beim Frühstück mit der Gastfamilie, im Unterricht, auf Ausflügen oder einfach beim Unterwegssein in Auray. Anfangs war das natürlich eine Herausforderung, aber gerade das hat mir geholfen, viel dazuzulernen. Nach kurzer Zeit konnte ich schon besser verstehen, was gesprochen wurde. Und auch wenn es nicht immer leicht war, selbst etwas zu sagen, habe ich gemerkt, dass man einfach mutiger wird, wenn man es oft genug versucht.
Die Schule in Frankreich war ganz anders als bei uns, denn der Unterricht ging teilweise bis in den Abend und trotzdem hatte man durch die langen Pausen das Gefühl, mehr Zeit miteinander zu haben. Besonders schön fand ich, dass viele gemeinsam in der Kantine gegessen haben, denn das hat für eine entspannte Atmosphäre gesorgt und man konnte sich gut austauschen.
Auch das Leben in der Gastfamilie war für mich eine besondere Erfahrung. Es war spannend zu erleben, wie der Alltag dort aussieht, was anders ist und wie offen und herzlich die Menschen sind. Obwohl ich weit weg von zu Hause war, habe ich mich schnell wohlgefühlt. Wir haben zusammen gegessen, über vieles gesprochen und Ausflüge gemacht und alles auf Französisch, aber das hat meistens ziemlich gut geklappt.
Am meisten habe ich mich darüber gefreut, wie viele neue Kontakte ich knüpfen konnte. Es sind echte Freundschaften entstanden, mit meiner Austauschpartnerin, aber auch mit anderen französischen Schüler*innen. Rückblickend war es eine Zeit, in der ich nicht nur viel Französisch gelernt habe, sondern auch über das Leben in einem anderen Land und über mich selbst.
Marlon Wallenhauer, Klasse 9b
Der Austausch war für mich eine tolle Erfahrung. Ich hatte bisher nur an einem öffentlichen Austausch in der großen Gruppe und mit viel Programm teilgenommen, was natürlich schön und spannend war, mich dennoch nicht so viel am Alltag teilhaben ließ.
Diesmal war es anders, man konnte das Leben in Frankreich hautnah miterleben und dessen kulturelle Unterschiede kennenlernen, zB. das Essen probieren, oder die Bräuche miterleben. Der Alltag in der Gastfamilie war anders als der in Deutschland, aber eine spannende Erfahrung. Ich bin durch den Austausch auch sicherlich ein wenig selbstständiger geworden, da ich 2 Wochen in einem anderen Land klarkommen musste. Sprachbarrieren gab es keine, auch wenn man einige Begriffe nicht wusste, konnte man diese gut umschreiben und gegebenenfalls mit Englisch auffüllen.
Am besten gefallen hat mir das Knüpfen neuer Kontakte. Ich konnte viele neue Leute kennenlernen und habe auch sicher Freunde fürs Leben gefunden, deshalb kann ich jedem einen privaten Austausch ans Herz legen.



