Donnerstag war es soweit: Copernicus-Gymnasium ab ca. 10 Uhr im Weltall!
Stratosphärenprojekt am Copernicus – Gymnasium: Schülerinnen und Schüler forschen unter Weltraumbedingungen
Forschen wie die NASA: Im Rahmen eines innovativen Stratosphärenprojekts schicken unsere Schülerinnen und Schüler eigene Experimente auf eine Reise bis in 40.000 Meter Höhe. Dabei sammeln sie wissenschaftliche Daten unter Bedingungen, die denen im Weltall erstaunlich nahekommen.
Unser Gymnasium startet ein außergewöhnliches MINT-Projekt, das Wissenschaft, Technik und Forschung auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet. Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, wie echte Raumfahrtforscherinnen und Raumfahrtforscher zu arbeiten und eigene Experimente bis in die Stratosphäre zu schicken.
Im Mittelpunkt des Projekts steht ein großer Stratosphärenballon, der eine speziell konstruierte Forschungssonde auf eine Höhe von etwa 40.000 Metern transportieren wird. Damit erreicht die Sonde Regionen der Atmosphäre, die bereits an die Bedingungen des Weltalls erinnern. Während ihres Aufstiegs durchquert sie die Ozonschicht und wird extremen Umweltbedingungen ausgesetzt.
In großer Höhe sinken die Temperaturen auf bis zu minus 65 Grad Celsius. Gleichzeitig fällt der Luftdruck von etwa 1000 hPa am Erdboden auf nur noch rund 7 hPa. Unter diesen außergewöhnlichen Bedingungen sollen verschiedene Experimente untersucht werden, die von den Schülerinnen und Schülern geplant und vorbereitet wurden.
Die Forschungssonde ist mit moderner Messtechnik ausgestattet. Ein Datenlogger zeichnet während des gesamten Fluges kontinuierlich wichtige Umweltdaten wie Temperatur, Luftdruck und Flughöhe auf. Darüber hinaus dokumentiert eine integrierte Kamera die komplette Mission. Sie liefert faszinierende Aufnahmen von der Erde aus großer Höhe und zeichnet gleichzeitig die Veränderungen und Reaktionen der mitgeführten Experimente in den Reagenzgläsern auf.
Sobald der Ballon in der dünnen Atmosphäre der Stratosphäre seine maximale Ausdehnung erreicht hat, platzt er aufgrund des geringen Umgebungsdrucks. Direkt im Anschluss öffnet sich ein Fallschirm, der die Sonde sicher zurück zur Erde bringt.
Nach der Landung beginnt die nächste spannende Phase des Projekts: die Bergung der Sonde. Mithilfe von GPS-Trackern wird ihre Position in Echtzeit verfolgt, sodass das Forschungsteam die Landestelle lokalisieren und die Sonde bergen kann.
Im Anschluss werden die aufgezeichneten Messdaten, Videoaufnahmen und Versuchsergebnisse ausgewertet. Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihre Daten, vergleichen diese mit den zuvor formulierten Hypothesen und ziehen wissenschaftlich fundierte Schlussfolgerungen. Damit durchlaufen sie einen vollständigen Forschungsprozess – von der Entwicklung einer Fragestellung über die Durchführung eines Experiments bis hin zur Auswertung und Präsentation der Ergebnisse.
Das Stratosphärenprojekt bietet unseren Schülerinnen und Schülern eine einzigartige Gelegenheit, naturwissenschaftliche Forschung praxisnah zu erleben. Es fördert eigenständiges Arbeiten, technisches Verständnis, Teamfähigkeit und wissenschaftliches Denken. Gleichzeitig eröffnet es faszinierende Einblicke in die Atmosphäre unseres Planeten und in die Herausforderungen, denen auch Raumfahrtmissionen begegnen.
Wir freuen uns darauf, dieses besondere Projekt gemeinsam umzusetzen und die gewonnenen Erkenntnisse mit unserer Schulgemeinschaft zu teilen.





