Fahrt zur Île de Ré 2025
Tag 1: Fahrt zur Île de Ré
Am ersten Tag unserer Fahrt zur Île de Ré haben wir uns um 7:45 Uhr am Bahnhof in Karlsruhe getroffen. Unser Zug ist pünktlich nach Paris abgefahren. Dort kamen wir am Bahnhof „Gare de l´est“ an. Unser Anschlusszug nach La Rochelle fuhr allerdings an einem anderen Bahnhof, dem Gare Montparnasse, ab. So mussten wir mit der Metro fahren, um den Bahnhof zu wechseln. Am Gare Montparnasse hatten wir einen kurzen Aufenthalt, dass wir den Tour Montparnasse betrachten konnten. Danach haben wir uns auf den weiteren Weg nach La Rochelle gemacht. Dort wurden wir freundlich von den Mitgliedern der Städtepartnerschaft empfangen und mit Minibussen direkt zu unserem Campingplatz in Bois-Plage gefahren.
Es gab sechs kleine Häuser für jeweils vier Personen. Nachdem die Häuser zugeteilt worden waren, hatten wir Zeit, uns auszuruhen und unsere Koffer auszupacken. Zwischendurch holten wir uns am Campingplatz unsere Fahrräder, mit denen wir uns hauptsächlich fortbewegt haben. Am späten Nachmittag sind wir alle zusammen zum Meer gelaufen. Dort konnten wir einen herrlichen Sonnenuntergang genießen. Die entstandenen Bilder waren traumhaft.
Abends trafen wir uns wieder mit unseren französischen Freunden in der Pizzeria des Campingplatzes. Es gab eine große Auswahl an Pizzen, Nudeln und Burgern – für jeden war etwas dabei. Beim Abendessen gab es die ersten Gelegenheiten, unser Französisch auszuprobieren. Wir bedankten uns bei den Mitgliedern der Städtepartnerschaft für die freundliche Aufnahme.
Pauline Potier






Unser erster voller Tag auf der Île de Ré begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor wir mit dem Fahrrad zu unserer französischen Gastschule, dem Collège Les Salières, gefahren sind. Dort bekamen wir zunächst einige interessante Informationen über das französische Schulsystem. Anschließend durften wir das dazugehörige Internat sowie ein Zimmer der Schüler, die dort wohnen, besichtigen. Besonders beeindruckend waren die Beachvolleyballanlage, die Bibliothek, die Kantine und das Technikzimmer.
Nach einer kurzen 20-minütigen Pause nahmen wir am Unterricht teil. So erhielten wir einen Einblick in den Schulalltag unserer französischen Austauschschule. In der Mittagspause aßen wir gemeinsam mit den französischen Schülerinnen und Schülern in der Kantine. Im Anschluss trafen wir den französischen Schulleiter. Sogar unser eigener Schulleiter, Herr Uhde, wagte sich an ein paar französische Sätze – ob es wirklich geklappt hat, bleibt allerdings unser Geheimnis. Dort durften wir einen traditionellen französischen Kuchen, eine Gallette, probieren. Nach diesem Empfang sind wir in die Sporthalle gegangen und haben einige lustige Spiele mit den französischen Neuntklässlern gespielt. Die französischen Lehrkräfte, Herr Morillon und Herr Campes, gaben sich viel Mühe, damit wir uns gut kennenlernen konnten.
Später sind wir noch einkaufen gefahren. Zum Abendessen kehrten wir wieder in die Schulkantine zurück.
Zum Abschluss des Tages gingen wir an den Strand unseres Campingplatzes, wo wir gemeinsam den Sonnenuntergang genossen. Danach haben wir den Abend bei gemütlichem Zusammensitzen, auf unseren Terrassen ausklingen lassen – ein perfekter Start in unsere Sprachreise!



Der 3. Tag auf der Île de Ré war sehr erlebnisreich und interessant. Er fing mit einem guten Frühstück an. Die französischen Croissants sind einfach lecker. Darauf folgte eine lange Fahrt mit dem Fahrrad, welche sich jedoch als lohnenswert herausstellte. Wir besuchten eine Salzplantage (Les Marais salants). Während einer Führung wurde uns erklärt, wie Salz aus Meerwasser gewonnen wird. SEL Geis und das berühmte Fleurop de sel sind typische Produkte der Region. Früher waren diese die Grundlage für den Reichtum der Insel. Das Grundprinzip ist, dass das Salz durch verschiedene Becken geleitet wird. Dabei verdunstet Wasser und so entsteht eine erhöhte Salzkonzentration im verbleibenden Meerwasser. Letztendlich ist das komplette Wasser verdunstet und man erhält das reine Salz. Die Führung war übrigens auf Französisch. Dank der Übersetzung von Frau Büchner konnten wir alles verstehen – falls es mal zu schnell ging.
Nach der Führung durch die Marais salants gab es für uns alle eine kurze Pause, welche wir mit essen, einkaufen oder für ein Powernap nutzen konnten.
Am Nachmittag besuchten wir eine Werkstatt für Bücher. Hier werden vor allem alte und auch kostbare Bücher oder einfache schriftliche Dokumente restauriert. Es war sehr interessant zu sehen, wie die Seiten der Bücher oder auch Filmposter so restauriert werden, dass sie auch weitere Jahrzente halten werden. Dazu benutzt man spezielles Papier aus Japan. Dieses ist hauchdünn und transparent. Auch diese Führung war komplett in französischer Sprache.
Nach einer kurzen Pause (Récréation) ging es weiter zum Supermarkt- dem letzten Stopp des Tages. Als dort nun jeder gekauft hatte was er wollte- ob Snacks oder Souvenirs- ging es zurück zum Campingplatz. Heute wurde gemeinsam gekocht. Der Tag ging mit einem sehr leckeren Chili con oder sin carne zu Ende.






















Ein Tag in La Rochelle – Atlantik, Stadt und ein festliches Abendessen
Heute stand ein ganz besonderer Ausflug auf dem Programm: Gemeinsam mit unseren französischen Freunden aus der Städtepartnerschaft machten wir uns auf den Weg in die beeindruckende Küstenstadt La Rochelle. Direkt am Morgen wurden wir mit Minibussen vom Campingplatz abgeholt und über die Brücke aufs Festland gefahren – das Ziel: das große Aquarium von La Rochelle.
Schon beim Betreten der Ausstellung waren wir fasziniert von der farbenfrohen und artenreichen Unterwasserwelt. Wir tauchten – zumindest mit den Augen – in die Lebensräume des Atlantiks und anderer Weltmeere ein. Ein besonderes Highlight: ein Hai, mit dem wir uns quasi Auge in Auge befanden! Doch auch andere Tiere wie die anmutigen Quallen (Medusen) oder die majestätische Wasserschildkröte zogen uns in ihren Bann. Der Besuch war wie eine Biologiestunde zum Anfassen – spannend, lehrreich und eindrucksvoll zugleich.
Nach dem Aquariumsbesuch blieb uns noch ausreichend Zeit, die Altstadt von La Rochelle zu erkunden. Mit ihren historischen Gebäuden, dem alten Hafen und den lebendigen Gassen ist sie auf jeden Fall eine Reise wert!
Zurück auf dem Campingplatz wartete die nächste Herausforderung auf uns: Wir hatten unsere französischen Freunde zum gemeinsamen Abendessen eingeladen – und das hieß: kochen für alle! Mit viel Teamarbeit und Freude bereiteten wir ein dreigängiges Menü zu, das bei allen gut ankam.
Ein besonderer Moment war der Besuch des Bürgermeisters von La Flotte, Monsieur Héraudeau, der uns ein kleines Gastgeschenk überreichte und sich herzlich für den Austausch bedankte.
Mut bewiesen einige von uns beim Probieren einer echten lokalen Delikatesse: Austern von der Île de Ré! Für viele war es das erste Mal – und wenn sie nicht allen geschmeckt haben, war es doch eine interessante Erfahrung.
Ein Tag voller neuer Eindrücke, kultureller Begegnungen und echter Gastfreundschaft – genau das, was eine Sprachreise so besonders macht!













Tag 6: Abschied von der Île de Ré – Au revoir und bis bald!
Am letzten Tag unseres Aufenthalts hieß es Abschied nehmen von der wunderschönen Île de Ré. Unsere französischen Freundinnen und Freunde aus der Städtepartnerschaft holten uns am Morgen ab und begleiteten uns erneut nach La Rochelle, wo wir am Bahnhof unseren Zug zurück nach Deutschland bestiegen.
Der Abschied fiel uns allen sehr schwer, denn in den gemeinsamen Tagen sind echte Freundschaften entstanden. Wir haben zusammen gelacht, gelernt, entdeckt – und ganz nebenbei unser Französisch verbessert. Denn wir haben gemerkt: Wir können mehr, als wir dachten! Und wie schön diese Sprache ist.
Mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck und einem Gefühl von Dankbarkeit und Verbundenheit kamen wir gesund und munter in Karlsruhe an.
Unser Fazit: Ein Besuch, der begeistert und verbindet. Wir können nur allen empfehlen: Besucht unsere Freunde auf der Île de Ré – es lohnt sich!

