Partecipatione al Progetto Comenius a Napoli dal 14 al 18 novembre 2002

oder

Unser Aufenthalt in Neapel

Am 14.11.2002 machten sich 5 Schülerinnen und Schüler der Eduseis-Gruppe des Copernicus-Gymnasiums zusammen mit Herrn Hamel auf den Weg nach Neapel. Bereits gegen 5.45 Uhr ging es mit der Bahn zum Flughafen Frankfurt am Main. Um 8.40 Uhr war es dann schließlich soweit und wir flogen mit Lufthansa Richtung München. Nach einem kurzen Aufenthalt ging es dann endlich weiter nach Neapel. Gegen 13.30 Uhr kamen wir völlig gestresst und schwer beladen aus dem Flughafengebäude und wurden herzlich von Silvia Sorda und Francesca Coletta, den beiden verantwortlichen Lehrerinnen empfangen. Nach einer kleinen Stadtbesichtigung fuhren wir gemeinsam am Meer entlang zum Liceo Scientifico Niccolo Copernico - zu unserer Partnerschule. Hier wurden wir von der Direktorin Professoressa Brancaccio und einer ganzen Klasse begeisterter Schüler in Empfang genommen. Nach einer kleinen Stärkung durch Speis und Trank erreichten wir bei der Schulbesichtigung schließlich das Forschungslabor. Der Physiklehrer Carlo Paolantino Fondazione demonstrierte einfache aber eindrucksvolle Experimente zu Schwingungen und deren Registrierung. Dabei lernte man sich näher kennen. Anschließend gingen wir mit unseren Gastgebern nach Hause und erfuhren hier die Genüsse der Italienischen Küche. Um auch die anderen italienischen Schüler besser kennen zu lernen, wurde am Abend eine kleine Party organisiert und trotz der anstrengenden Reise hatten wir viel Spaß zusammen.

Am nächsten Tag besichtigten wir die Citta delle Scienze - eine Art Ausstellung oder Museum zum Thema Forschung. Hier konnte man auch selbst Workshops besuchen und naturwissenschaftliche Experimente durchführen. Gegen 12.00 Uhr erfolgte dann in einem Seminarsaal die Präsentation des Eduseis-Projektes durch Schüler beider Schulen. Nach diesem aufregenden Vormittag kehrten wir bei den Gastfamilien zum Mittagessen ein und trafen uns nach einer kurzen Ruhepause in der Innenstadt Neapels. Hier blieb uns nach dem Shoppen auch noch Zeit für eine Sightseeing-Tour, bevor wir mit der gesamten Klasse und allen beteiligten Lehrern in einer Pizzeria nahe der Brandung ein typisch italienisches Abendessen zu uns nahmen. Als Verdauungsspaziergang besichtigten wir zum Abschluß noch das Castel dell'Ovo, wobei wir an der Uferpromenade mit dem stürmischen Wind und dem aufgewühlten Meer zu kämpfen hatten. An diesem Abend fielen wir alle erschöpft in die Betten.

 

Am 16. November trafen wir uns früh morgens an dem Schulgebäude, denn heute war ein Ausflug zum Vesuv geplant. Dort angekommen, bekamen wir zunächst eine Führung im Osservatorio Vesuviano - dem Forschungsinstitut am Fuße des Vulkans. Hier konnten wir historische Seismographen und Aufzeichnungen begutachten, wobei die Führung für uns durch die ausschließlich italienische Dokumentation leider etwas undurchsichtig blieb. Nach diesen kurzen Einblicken mussten wir den anstrengenden und doch sehr stürmischen Anstieg zum Gipfel des Vesuvs in Angriff nehmen. An der Bergstation erwarteten uns eine italienische Führerin und ein deutschsprachiger Führer. Leider wurde der Wind so stark, dass wir nur einen kurzen Blick in den Krater des Schichtvulkans werfen konnten, da uns Sand und Steine regelrecht um die Ohren flogen. Wir mussten den Gipfel hinter uns lassen und kehrten erschöpft in einer Gaststätte zum Mittagessen ein. Gegen 16.00 Uhr erreichten wir schließlich unsere Unterkünfte und wurden nach einer kleinen Ruhepause vom italienischen Essen verwöhnt. Abends trafen wir uns in der "Brasserie" - ein Diskopub in der Innenstadt Neapels. Es war wirklich ein lustiger und gelungener Abend und wir gewannen viele neue Freunde. Ausgelaugt und noch müde von den nächtlichen Ereignissen, starteten wir am darauffolgenden Tag eine Erholungstour mit dem Kleinbus. An der Amalfiküste mussten mehrere Pausen eingelegt werden, da die kurvenreiche Strecke doch so manchen sichtlich mitnahm. In Amalfi selbst angekommen, hatten wir die Gelegenheit, durch die Stadt zu bummeln, die letzten Einkäufe zu erledigen und den strahlenden Sonnenschein zu genießen. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Ravello, ein malerischer Ort mit großer Klosteranlage. Während sich unsere Lehrer mit einer Besichtigung beschäftigten, verbrachten wir die ganze Zeit auf dem Marktplatz, erholten uns in der Sonne und kosteten einige berühmte italienische Süßspeisen. Bereits an diesem Tag trauerten wir dem Abschied entgegen und bedauerten unsere bevorstehende Abreise. Nachdem wir nach diesem wunderschönen Ausflug zuhause angekommen waren, wurde sofort die Planung für den Abend in Angriff genommen und nach anfänglichen Schwierigkeiten fanden wir uns schließlich in demselben Diskopub wieder. Natürlich feierten wir unseren letzten Abend ausgiebig und hatten viel Spass zusammen.

Leider waren die schönen Tage bereits am 18. November vorbei und passend zur Stimmung, schlug auch das Wetter um. Von Regen begleitet marschierten wir ein letztes Mal in der italienischen Schule ein, um uns von allen Beteiligten zu verabschieden. Der Abschied fiel uns wirklich schwer und Tränen rollten, denn wir hatten unsere italienischen Freunde wirklich liebgewonnen - eigentlich kein Wunder bei einer derart uneingeschränkten Gastfreundschaft! Doch da das Flugzeug nicht auf uns wartete, mussten wir aufbrechen und traten schließlich unsere Reise nach Deutschland an. Der Rückflug nach München verlief planmäßig, doch beim Anschlussflug nach Frankfurt mussten auch wir die obligatorische Warteschleife mitmachen. Zum Glück hatte der IC aus Hamburg auch etwas Verspätung, so konnten wir unsere reservierten Sitzplätze einnehmen und trafen letztlich völlig erschöpft, aber mit viel positiver Erinnerung zuhause ein. Abschließend kann man nur sagen, dass unser Aufenthalt in Neapel ein voller Erfolg war und wir jederzeit wieder dorthin reisen würden. Nochmals ein großes Dankeschön für diese wunderschönen Tage!



Christine Geiß