Theater-AG

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“(Friedrich Schiller)

Die Theater-AG am Copernicus Gymnasium bietet SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern die Gelegenheit, eine Theaterproduktion vom Anfang bis zum Ende zu durchlaufen und aktiv mitzugestalten. Nach einer meist ungefĂ€hr einjĂ€hrigen Vorbereitungs- und Probenzeit gibt das Ensemble seine AuffĂŒhrungen zum Besten. Du bist Teil eines großen Teams und lernst es, in fremde Rollen zu schlĂŒpfen.

Wo wir uns treffen, hÀngt immer stark davon ab, in welcher Phase des Probenprozesses wir uns gerade befinden. Zumeist finden die Treffen immer dienstags von 14.00-16.15 Uhr statt. Sprich einfach Herrn Dr. Zinn an, wenn du Interesse hast, an der AG mitzuwirken:

-als Schauspieler

-als BĂŒhnenbildner

-als Techniker (Licht/Musik)

In den letzten Jahren konnten sowohl Klassiker des Theaters („Nora“, 2014) als auch neue Texte fĂŒr die BĂŒhne in eigenen Textfassungen oder Bearbeitungen („Big Bauz – eine Struwwelei“, 2016; „Gilgamesch 2017“) prĂ€sentiert werden.

Das Hauptaugenmerk der „Philippsburger Macht-Trilogie“, die 2017 zum Abschluss kam, lag in der Untersuchung von gesellschaftlichen Machtstrukturen: in „Nora“ galt der Blick dem VerhĂ€ltnis von Mann und Frau, in der „Struwwelpeter“-Bearbeitung „Big Bauz“ gerieten pĂ€dagogische Themen und das VerhĂ€ltnis von Kindern und Erwachsenen in den Blick, in „Gilgamesch“ standen die MachtgelĂŒste von Herrschenden im Zentrum.

In „Mord ohne Leiche“, unserer Krimi-Parodie von 2018, „platzte“ das Theater dann, wie Mais im Kessel. Heraus kam „heiße Luft“: Detektive, die keine FĂ€lle lösen; Leichen, die nicht tot sind; Geheimnisse in Kisten, die nicht aufgelöst werden. Kurzum: Geschichten, die ins Leere laufen


Nachdem wir uns an den großen Fragen des Theaters abgearbeitet haben, stehen wir nun also am Nullpunkt des ErzĂ€hlens: Welches Theater macht noch Sinn? Welches Theater wollen wir haben? Welche Geschichten haben fĂŒr uns eine Bedeutung?

Ab 2019 nimmt die Theater-AG Abschied von den großen EnsemblestĂŒcken und versucht, neue, freiere Theaterformen zu erproben. Der Blick öffnet sich fĂŒr Möglichkeiten abseits gĂ€ngiger Theater-AG-Praxis
 Auch werden Texte in den Blick geraten, die an die UrsprĂŒnge des ErzĂ€hlens anknĂŒpfen, die keine bloßen Thesen bieten, nicht belehren oder aufklĂ€ren, sondern im besten Sinne des Wortes „Geschichten unters Volk bringen“
 „Spielen“ soll stĂ€rker noch als zuvor in all seinen Dimensionen erfahren werden: das Spiel mit ‚fremdem Leben‘, das Spiel mit dem Material, das Spiel mit dem Publikum, das Spiel mit AuffĂŒhrungsort  und –zeit. Lassen Sie sich ĂŒberraschen, was dies zu bedeuten hat. Ach, und halten Sie schon einmal ein Kissen bereit
.

 

Impressionen:

Rund 30 Jahre Theaterkultur am Copernicus! Herzlicher Dank an Herrn Heilig und Herrn Pföhler (Co-Regie Frau Helfenbein), die nicht nur selbst dramaturgisch der Theater AG ĂŒber Jahrzehnte ihren eigenen Stempel aufgedrĂŒckt haben. Auch herzlichen Dank fĂŒr die Fotografien, die sie bereitstellten.

2010 gesellte sich die englischsprachige Theater AG von Frau Napolitano (Co-Regie Dr. Zinn) hinzu, sodass nunmehr zwei AGs den Bereich Theater am Copernicus bespielen. Ein Jahr zuvor reĂŒssierte Herr Wimmers erstes Musical „Tabaluga“, 2011 folgte dann sogar das von Herrn Wimmer selbst getextete und komponierte StĂŒck „Emil“. Und 2009 war die Stadthalle an zwei Abenden rappelvoll gefĂŒllt, als Frau Bauer und Herr Kaspar „Romeo und Julia“ inszenierten.

Vielen Dank!

Vielen Dank den vielen Lehrerinnen und Lehrern, die sich weit ĂŒber das ausgleichbare Maß hinaus engagierten!

Vielen Dank den hunderten SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern, die ich in den vergangenen Jahrzehnten trauten, auf die BĂŒhne des Forums oder die Bretter der Jugendstilfesthalle zu steigen; die Texte lernten und sich in ihre Rollen hineinfuchsten, ihre SchĂŒchternheit ĂŒberwanden, in ihrer Gruppe zu einem Ensemble zusammenfanden und dem begeisterten Publikum viele Stunden Unterhaltung und Kultur schenkten.

Merci!

Unter der Treppe in Bau 1 befindet sich eine Installationen von AuffĂŒhrungsfotografien, welche diese Tradition dokumentiert. Bei der bloßen Dokumentation soll es nicht bleiben. Der Blick ist aufs Morgen gerichtet. Die Tradition soll nicht erdrĂŒcken, sondern ermuntern. (ki)

 

 

 

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