Die CopGym 72ers oder … Lehrerfußball am Copernicus-Gymnasium Reviewed by Momizat on . Ein Artikel aus dem Jahr 2006, den wir der Schülerzeitung NiCo entnommen haben. Den Text verfasste Fred Kerner. Die Fotos wurden von Ferd Kerner und Dr. Hartmut Ein Artikel aus dem Jahr 2006, den wir der Schülerzeitung NiCo entnommen haben. Den Text verfasste Fred Kerner. Die Fotos wurden von Ferd Kerner und Dr. Hartmut Rating: 0

Die CopGym 72ers oder … Lehrerfußball am Copernicus-Gymnasium

Ein Artikel aus dem Jahr 2006, den wir der Schülerzeitung NiCo entnommen haben. Den Text verfasste Fred Kerner. Die Fotos wurden von Ferd Kerner und Dr. Hartmut Link beigesteuert. Initiiert wurde der Bericht von der damaligen Chefredakteurin Manon Heger. (ki)

Gespielt wird eigentlich schon seit 1972. Damals spielten noch aktuelle und ehemalige Schüler sowie Lehrer der Sonderschule, der Grund- und Hauptschule und nach Bau der Realschule auch Lehrer der Realschule mit. Damals wurde noch in der Turnhalle Philippsburg oft mit dem oder gegen den Tennisclub Philippsburg und im Sommer auf dem großen Sportplatz an der Straße nach Waghäusel gespielt.

Legendär waren die Spiele gegen die Stadtverwaltung, meist Arbeiter vom Bauhof, die gerne mal den Lehrern eine reintreten wollten und, wenn sie dann verloren hatten, als Ausrede anführten, dass die Lehrer eben ausgeruht seien, weil sie eh den ganzen Tag nichts arbeiteten. Für den damaligen Schulleiter Brandes waren solche Spiele immer ein Prestigeduell und wenn die Lehrer gewonnen hatten, feierte er mit „seinen Buben“, wie er uns nannte, und stiftete hin und wieder einige Flaschen Gewürztraminer. Wenn dann alle (manchmal mehr als) genug getrunken hatten, machte er heimlich Bilder von seinem Kollegium.

Allmählich waren genug Lehrer am Gymnasium für eine eigene Fußballmannschaft. Wir legten uns eigene Trikots zu und spielten öfter gegen die Bundeswehr und bei Lehrerturnieren des Oberschulamtsbereichs, die wir hin und wieder sogar gewannen. Das größte und schönste Turnier gewannen wir Ende der siebziger Jahre in Eberbach. Das Endspiel wurde gewonnen, weil Fred Kerner kurz vor Schluss im Gedränge im Strafraum zu Fall kam und der Schiedsrichter auf grobes Faul und Strafstoß entschied, weil „der Spieler nach dem Spielverlauf sonst unmöglich hingefallen wäre“.

Herr Neumann, unser langjähriger Kunstlehrer, wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Er spielt übrigens heute (2006) noch ab und zu mit, wie auch Herr Gonsior, der Anfang der Achtziger Jahre nach Walldorf versetzt wurde und jetzt nach seiner Pensionierung noch regelmäßig dabei ist. Herr Neumann, Fred Kerner und sein Bruder Hans Kerner (früher mal kurz Sportlehrer an unserer Schule und heute Arzt in der Frankfurter Gegend) spielten und gewannen sogar mal leihweise für den Schützenverein Karlsdorf bei Ortsmeisterschaften.

In den Achtziger Jahren war in Philippsburg ein Fußballturnier zum Tag des Ausländers, bei dem türkische, italienische Mitbürger und die Lehrer des Gymnasiums als Deutsche Mannschaft um den Turniersieg spielten.

Einmal spielten wir gegen eine Betriebsmannschaft der Firma GoodYear. Die hatten uns allerdings gewaltig überschätzt. Sie stellten eine richtige Profimannschaft. Das Spiel wurde auf dem Feld des Olympia Kirrlach (damals noch eher ein Sandplatz) geleitet von dem Nationalschiedsrichter Tschenscher. Es war bitter alt, fing an zu regnen und wurde so neblig, dass man nur noch schemenhafte Gestalten wahrnahm und kaum den Ball sah, der sich immer mehr mit Wasser voll saugte und so hart und schwer wurde, dass einige unserer Spieler ihm am liebsten aus dem Weg gingen. Wir verloren ziemlich hoch und Herr Tschenscher meinte, er hätte in seiner ganzen Laufbahn noch nie so ein Spiel gepfiffen.

Im Laufe der Zeit mussten die Lehrer aus der Turnhalle Philippsburg weichen, weil immer mehr Vereine dort Platz beanspruchten und so wird heute seit Jahren in der Sporthalle in Rheinsheim gespielt. Der Weg dahin ist zwar weiter, doch die Halle ist dafür schöner und funktioneller. Wenn ein neuer Referendar an die Schule kommt, wird er immer sofort gefragt, ob er Fußball spielen kann und so spielt heute immer eine Mischung aus alten und jungen Kollegen und erfreulicher- und beachtlicherweise auch Kolleginnen, was recht gut funktioniert und zum gegenseitigen Verständnis und Kennenlernen beiträgt.

Genauso wichtig wie das Spiel am Freitagnachmittag ist die Tatsache, dass man anschließend noch zusammensitzt und bei einem Glas Bier oder Wein und einem guten Essen über das Spiel, die Schule und die Welt im Allgemeinen diskutiert. Nicht alle Spieler sind unbedingt Lehrer unserer Schule, es sind auch Freunde oder Bekannte unserer Lehrer oder Kollegen anderer Schulen dabei. Die alten Kollegen wie Becker, Bozic, Fergen, Gonsior, Kanitzer, Kerner, Link und Morweiser bilden heute sozusagen den harten Kern der Gemeinschaft.

Kurzbeschreibung der Spieler/innen:

•    Becker, Frank: Religionslehrer der Realschule, technisch und kämpferisch gut, starker Fußballer, auch schon sehr lange dabei.

•    Bozic, Jakob: war eher ein Nichtfußballer, hat von allen am meisten dazugelernt, konditionsstarker Kämpfer.

•    Brunsch, Jürgen: guter Handballer, doch auch im Fußball schnell, kampfstark und technisch brillant, augenblicklich bester Spieler.

•    Fergen, Willi: gutes Kombinationsspiel, kampfstark.

•    Gonsior, Reinhard: früher Lehrer unserer Schule und eisenharter Verteidiger, der auch schon einmal einem Gegner auf dem Spielfeld an den Kragen ging und ihn schüttelte. Ist heute pensioniert und immer noch dabei, natürlich viel gemäßigter als damals.

•    Kanitzer, Rudi: ehemaliger Jugendspieler, guter Fußballer, Filigrantechniker, mag es nicht, wenn er hart angegangen wird.

•    Kerner, Fred: ehemaliger Ringer und Rugbyspieler, dabei seit 1972, also von Anfang an. Er konnte früher mangelnde Fußballpraxis durch Kraft und Schnelligkeit ausgleichen, ist heute natürlich langsamer und hat einen deutlich kleineren Aktionsradius, ist jedoch schussgewaltig und treffsicher. Sogenannter Abstauber.

•   Kerner, Hans: ehemals Ringer und früher ein Jahr lang Sportlehrer an unserer Schule, heute Arzt, war früher wendig und pfeilschnell (100 m in 11,2), kann heute aus verschiedenen Ursachen nicht mehr so wie er gerne möchte, ist nach eigenen Worten „schneller langsamer geworden als sein Bruder“ und köpft gerne aus dem Hinterhalt überraschend viele Tore.

•   Kirstätter, Stefan: Schnell, wendig. Kann leider nicht so oft spielen, wie er möchte.

•   Link, Hartmut: Nach Fred Kerner ältester noch aktiver Lehrer. Nicht so schussstark oder schussgenau, hat dafür einen guten Riecher für Kopfballchancen und ist auch ein guter Torwart.

•   Mein, Urte: alle Achtung! Gute Ballannahme. In der Halle besser als auf dem Feld. Beim Torschuss (unnötigerweise) noch etwas zaghaft.

•    Miseles, Alexandra: Nationalspielerin im Softball. Auch im Fußball technisch gut mit bärenstarkem Antritt, wendig, kräftig, konditionsstark, aggressiv und unerschrocken. Auch im Tor gut. Eine absolute Bereicherung.

•   Morweiser, Heinz: wird gern unterschätzt, unangenehm im Zweikampf, spielt geradlinig, immer für ein Überraschungstor gut.

•   Neumann, Helmut: jahrzehntelang Kunstlehrer und Starfußballer unserer Schule, – hervorragendes Stellungsspiel, konnte auch gut streiten und kann es heute noch besser als spielen.

•    Schmidt, Raphael: tolle Kondition durch viel Mountainbikefahren, enorm laufstark, erkämpft die unmöglichsten Bälle um sich dann manchmal noch vor dem Tor zu verheddern.

•    Söchtig, Jürgen: Ingenieur, Freund der Gebrüder Kerner, früherer Handballer und Ringer. Schwer und kräftig, mitunter fast zu durchsetzungsstark, bei hohen und halb hohen Bällen hervorragender Torwart.

•    Uhland Bernd: balltechnisch sehr gut, laufstark und schnell.

•    Wachenfeld, Thomas; schnell, technisch gut, sehr konditionsstark.

 

Text und Charakterisierungen von Fred Kerner

Entnommen der Schülerzeitung NiCo vom Januar 2006

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