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Oberstudienrat Reinhard Kecker in den Ruhestand verabschiedet

Oberstudiendirektor Hans Sonnentag:

Worte zur Verabschiedung

 Lieber Herr Kecker,

auf eigenen Wunsch und Antrag scheiden Sie mit dem heutigen Tag aus dem aktiven Berufsleben aus und dürfen ab morgen Ihren Ruhestand genießen, der, wie ich weiß, gar nicht so ruhig verlaufen wird, sondern mit einer großen und langen Reise ins ferne Neuseeland beginnt.
Wir entsprechen Ihrem Wunsch, heute hier im Lehrerzimmer in möglichst bescheidenem Rahmen verabschiedet zu werden. Ohne große Reden. Aber wenn man so lange an einer Schule war wie Sie, muss es erlaubt sein, wenigstens ein paar Worte zu verlieren.

Am 3. Mai 1973 traten Sie den Vorbereitungsdienst am Seminar Karlsruhe an und wurden zur praktischen Ausbildung dem Gymnasium Philippsburg zugewiesen. Ein aus heutiger Sicht sehr ungewöhnlicher Termin und eine äußerst kurze Referendarzeit von nur 1¼ Jahren. Sie blieben als Assessor am Philippsburger Gymnasium, wurden schon ein Jahr später zum Studienrat ernannt und wiederum ein Jahr später Beamter auf Lebenszeit. Im August 1979 wurden Sie zum Oberstudienrat befördert. Verglichen mit der heutigen Situation war das eine steile Karriere.
  Neben Ihren Fächern Biologie und Physik unterrichteten Sie in den ersten Jahren fachfremd auch erfolgreich Mathematik. Wie sich die Zeiten doch ähneln! Immer wieder gibt es Engpässe in den Fächern Mathematik, Physik, Biologie und Chemie. Wir steuern in den Naturwissenschaften gerade wieder auf einen solchen Mangel zu.Sie nahmen in Ihrer Dienstzeit an zahlreichen Fortbildungen teil, die manchmal sogar in den Ferien stattfanden. Auch das gibt es heute wieder. Zwei Drittel Ihrer Personalakte besteht aus Meldungen bzw. Zulassungen zu Fortbildungen sowohl regionalen als auch Akademietagungen. Das zeigt, dass Sie sich stets darum gekümmert haben, fachwissenschaftlich, methodisch und didaktisch auf dem jeweils neuesten Stand zu sein. Es hat sicher zum Erfolg Ihres Unterrichts beigetragen und lässt Sie Generationen von Schülern des Copernicus-Gymnasiums in guter Erinnerung sein.


  Noch etwas fiel mir beim Stöbern in Ihrer Personalakte auf: Ihr erstes Dienstzeugnis von meinem Vorvorgänger, Herrn Brandes, aus dem Jahre 1975 bestand gerade mal aus einem beidseitig bedruckten bzw. beschriebenen Blatt, einem schlichten und einfachen Formular. Ihre letzte dienstliche Beurteilung dagegen findet man auf einem sechsseitigen Formular. Einen besseren Beweis für die ständig zunehmende Verwaltungsarbeit an unseren Schulen mit einem Zeitverlust zu Lasten der pädagogischen Arbeit kann man kaum finden. Und wie Sie mir in einem Gespräch sagten, ist es nicht zuletzt die Bürokratisierung und Regelungsflut, die Sie dazu bewogen hat, auf eigenen Antrag vorzeitig in den Ruhestand zu gehen.

Herr Kecker, wir danken Ihnen für ein ganzes langes Berufsleben ausschließlich an unserem Copernicus-Gymnasium, für 37 erfolgreiche Jahre im Dienst an unseren Schülerinnen und Schülern, für eine lange Zeit des kollegialen Miteinanders im Kollegium und die vertauensvolle Zusammenarbeit mit drei Schulleitern.

Für Ihren Ruhestand wünsche ich Ihnen Glück, Gesundheit und Wohlergehen und hoffe, Sie immer wieder in unserer Schule begrüßen zu dürfen. Sie sind jederzeit willkommen.

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