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Elternbeirat lädt ein – Abitur 2020! (1)

Der Elternbeirat des Copernicus-Gymnasiums lud ein in die Bruhrain-Halle zu Huttenheim, um dort pandemisch distanziert die Abiturientinnen und Abiturienten zu würdigen. Gastgeber Matthias Hutter begrüßte gleich zweimal. Schließlich wurde die Veranstaltung auch zweimal gegeben. 96 Abiturientinnen und Abiturienten und ihre Familienangehörigen, leider war hier die Zahl begrenzt, durften sich aufteilen und in zwei Schichten, zwischen denen die Halle emsig desinfiziert wurde, den Musikstücken und Reden lauschen, an deren Ende es beim Hinausgehen auch noch die Abiturzeugnisse und viele Preise gab.

Impressionen (ki)

Bürgermeister Stefan Martus sprach zuversichtliche Worte, in denen er die „Generation Corona“ ermunterte und aufrief, trotz oder gerade wegen der aktuellen Situation den jeweils eigenen Weg zu finden und zu gehen. Schulleiter Thorsten Uhde nahm eine Parabel aus dem Fernöstlichen und machte deutlich, man brauche nicht immer sofort urteilen, oftmals sähen die Gegebenheiten aus anderer Perspektive, hier spielte er auf die zeitliche Dauer an, nicht mehr ganz so klar aus und könnten weniger genau in „gut“ und „schlecht“ unterschieden werden. Stufenlehrer Stefan Jutzi stellte in seiner Rede ebenfalls eine kleine Parabel um einen Maulwurf in den Mittelpunkt und parallelisierte das gegenwärtige „Aushalten“ der Situation mit dem kleinen Gesellen, der so gerne den Himmel heiraten würde. Schülersprecherin Leonie Brunner wie ihre Stellvertreterinnen Isabel Geibel und Suna Özkan gingen ein auf den gemeinsamen Schulweg der Stufe. Stellvertretend für alle Reden wird die Rede Leonies hier veröffentlicht. Leonie Machauer wiederum hielt die Scheffel-Rede und auch sie richtete die Perspektive neu aus, die Ziellinie Abitur wurde bei ihr zu einer Startlinie.

Gegen Ende verabschiedete Schulleiter Thorsten Uhde den Vorsitzenden des Elternbeirats, der nach drei Jahren im Amt mit dem Abitur seines Sohnes selbiges nicht mehr anstreben möchte. Da die Eltern das Copernicus-Gymnasium, vertreten durch den Elternbeirat, nie im Regen stehen ließen, erhielt Matthias Hutter symbolisch einen musikalischen Regenschirm und eine Flasche mit innerer Zehrung.

Lieber Jahrgang 2020, es war toll und sehr schön mit euch. Wir lassen uns die gemeinsamen Erinnerungen durch Corona und den Brand nicht verderben. Im Gegenteil. Jene Ereignisse werten die gemeinsame Strecke noch weiter auf. Startet gut, findet heraus, wer ihr seid und was ihr wollt und findet den für euch passenden, den glücklichen Weg.

(Stefan Kirstätter)

Abitur 2020 (ki)

 

Schülersprecherin Leonie Brunner:

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten,

liebe Eltern, Familienangehörige und Freunde,

liebe Schulleitung, liebe Lehrer,

es ist schon verrückt, wie schnell die Zeit vergeht, oder?

Als wir 5 waren, wurden wir gefragt, was wir einmal werden wollen. Unsere Antwort lautete Pilot, Fußballer, Prinzessin oder ich zum Beispiel wollte Eiskunstläuferin werden. Als wir 10 waren fragte man uns wieder. Wir antworteten Tierärztin, Bundeskanzler, Sängerin oder in meinem Fall die beste Freundin von Hannah Montana. Wir hatten alle unsere Wünsche und diese nahmen wir mit in die neue Schule – die weiterführende Schule. Vor ungefähr 8 Jahren wagten wir alle gemeinsam einen großen Schritt. Wir gingen zusammen einen neuen Weg und ich kann mich noch ganz genau daran erinnern. 

Wir sahen neue Mitschüler und stellten Theorien auf, mit welchen wir später Freundschaften schließen würden. Denn die Angst, nicht mit seinen Freunden in eine Klasse zu kommen, war, glaube ich, bei allen da. Auch von den Lehrern machten wir uns ein erstes Bild und später stellte sich heraus, ob dieses zutraf oder nicht. Und natürlich, bei wem war es nicht so: Unsere Schule kam uns so riesig vor, dass zumindest ich mir sicher war, niemals den Weg vom Eingang zum Klassenzimmer oder vom Klassenzimmer zur Toilette zu finden. Alles war überwältigend für uns. Aber dennoch war es uns bewusst, dass wir uns nun neuen Herausforderungen stellen müssen.

So kamen dann auch die ersten Schwierigkeiten in Fächern wie Englisch oder Mathe. Manche davon sind geblieben, andere haben wir überwunden. Und trotzdem haben auch wir alle Klausuren überstanden.

Aber sind wir doch mal ehrlich, auch Schulstunden in Fächern, die uns schwergefallen sind, haben uns manchmal Freude bereitet. Denn wir waren nie alleine. Wir hatten immer Freunde an unserer Seite und manchmal legten sogar die Lehrer ihre harte Schale ab, wodurch wir gemeinsam noch mehr Spaß am Lernen hatten. Diesen Moment würde ich gerne nutzen, um mich bei unseren Lehrern zu bedanken. Ich glaube ich spreche für alle, wenn ich sage, dass wir ihnen dankbar für ihren abwechslungsreich gestalteten Unterricht sind. Wir wurden mit einem „Alles klar Kursstufe“ oder mit einem einfachen „Guten Morgen“ begrüßt. Genauso wurden wir mit einem „Haut rein Kursstufe“ oder einem „Bis morgen“ verabschiedet. Jeder Lehrer hatte seine eigene Art, den Unterricht zu führen und für die Schüler da zu sein. Aber dennoch haben sie uns trotz mancher Verzweiflung nie aufgegeben und uns weiter auf die nächste Klausur und das Abitur vorbereitet. Und auch wir haben uns mal mehr, mal weniger Stress gemacht. Doch dann, irgendwann in der 10. Klasse, waren sich fast alle Schüler einig: „Bis zur 10. interessieren die Noten eh keinen. … Außer die Noten von den abgewählten Fächern vielleicht. Aber ach komm, selbst die stehen ja nur im Abi-Zeugnis drin. Halb so wild“ 

In der Kursstufe hatten wir auch alle dieselbe Meinung: „Eigentlich sind auch die Noten in der 10. nicht wichtig gewesen. Erst jetzt zählen die Noten in das Abitur mit rein. Erst jetzt wird es ernst.“ Und auch das nahmen wir nach den ersten Klausuren lockerer. Das bedeutet natürlich nicht, dass wir uns nicht angestrengt haben. Aber auch wir wurden älter und lernten mit schweren Situationen und Stress umzugehen.

In der 5. Klasse kamen uns die Kursstufenschüler noch so groß und erwachsen vor. Wir haben uns cool gefühlt, wenn wir einen von den „Großen“ kannten und sie grüßen konnten. Und plötzlich sind wir selbst die Ältesten, kommen uns aber gar nicht so groß vor. Wir haben so vieles erlebt. Es gab die Klassenfeste mit Übernachtungen im Zelt, Wasserbombenschlachten und Lagerfeuer. Natürlich dürfen auch die Klassenausflüge in alle möglichen Museen, etc. nicht vergessen werden. Und kaum hatte man sich versehen, standen schon die Abschlussfahrten an. Die Klassen wurden bereits neu zusammengemischt, neue Freundschaften wurden geschlossen und wir mussten uns zwischen NWT und einer weiteren Fremdsprache entscheiden. Manche Mitschüler hatten uns bereits schon wieder verlassen, während andere neu dazu kamen. Aber kaum waren die Abschlussfahrten vorbei, mussten wir uns von unseren Klassenkameraden verabschieden, um uns dann in der Kursstufe wiederzusehen. Aber dieses Mal nicht als eine Klasse, sondern plötzlich gab es uns nur noch als eine gemeinsame Stufe. Eine Stufe, die, wie uns vielleicht jetzt erst bewusst wird, allen Schutz und Halt gegeben hat. Es war ein vertrautes Umfeld, aus dem wir nun herausmüssen, um neue Wege einzuschlagen. 

Die Oberstufe war für alle von uns eine besondere Zeit. Es war die Zeit. Man wurde reifer, gewann wieder neue Freunde dazu und allen voran haben wir in diesen zwei Jahren sehr viel Spaß gehabt. Wir haben immer viel gelacht, viele Lehrer wurden lockerer und nicht zu vergessen sind die legendären Studienfahrten. Jeder Einzelne von uns hat seinen Beitrag zu unserer Stufe geleistet und für tolle Erinnerungen gesorgt.

Zum Beispiel Fabian, der den Unterricht mit seinen Singkünsten bereichert hat.

Nico, der immer einen passenden Spruch parat hatte und Matthias, der uns mit seinen 5-Minuten-Vorträgen immer wieder überwältigt hat.

An dieser Stelle möchte ich mich im Namen von uns allen bei unseren Familien bedanken. Denn ohne sie hätten wir nicht immer so viel Kraft gehabt, um gemeinsam mit den anderen unsere Geschichte zu schreiben. Die Familie war seit Tag 1 dabei, hat uns unterstützt, motiviert und ganz wichtig: das Essen, Leute. Also, ohne die 3 gerichteten Brotdosen jeden Tag wäre es bei mir wirklich knapp geworden.

Aber es wurden noch nicht alle Personen erwähnt, die ein Dankeschön verdient haben. Deshalb gebe ich jetzt an Isabel und Suna weiter.

Auch in diesem Jahrgang dürfen die helfenden Hände in der SMV nicht vergessen werden. Denn dank Ihnen, wurden neue Ideen in das SMV-Programm mit eingeführt und Veranstaltungen geplant und durchgeführt. 

Hiermit bedanken wir uns bei Jule Schwartz, die uns den Nikolaus an die Schule gebracht hat.

Bei Chiara Steinel, die erneut für einen unvergesslichen Faschingsball gesorgt hat.

Danke auch Janine Khatoun, die unseren 5. Klässlern eine unvergessliche Lesenacht bereitet hat und Maria Kasmi, die all diese unvergesslichen Momente mit ihrer Kamera festgehalten hat.

Ebenfalls bedanken möchten wir uns bei Nina Zimmer, die bereits mitten in den Vorbereitungen des Volleyballtuniers steckte, es jedoch aufgrund der aktuellen Situation leider absagen musste.

Wir möchten uns auch bei allen anderen – sowohl Lehrern als auch Schülern – bedanken, die immer an Ort und Stelle waren, um all diese Veranstaltungen möglich zu machen.

Ein großes Dankeschön geht natürlich auch an Herrn Uhde. Sie haben immer ein offenes Ohr für unsere Vorschläge und Ideen. Es bereitet uns sehr viel Freude mit Ihnen zusammenzuarbeiten. 

Auch Frau Geißler und Herr Wimmer, unsere Vertrauenslehrer, haben ein ganz großes Dankeschön verdient. Denn Sie waren nicht nur bei SMV – Angelegenheiten eine große Stütze für uns, sondern haben sich auch in anderen Situationen immer Zeit für uns genommen.

Und ein ganz besonderes Dankeschön geht ebenfalls an unsere netten Sekretärinnen Frau Goppelsröder und Frau Unser, sowie unseren tollen Hausmeister Herrn Hormuth. Auch Sie haben sich immer Zeit für uns genommen und Ihre Unterstützung schätzen wir sehr. Sie bilden alle zusammen ein wirklich tolles Team.

Liebe Abiturientinnen und Abiturienten, wir wünschen euch weiterhin viel Spaß und Erfolg auf eurem Weg. Bleibt neugierig und behaltet eure lebensfrohe Art bei. Wir würden uns freuen, euch auf unserem Weihnachtsmarkt oder bei einem Schulfest wiederzusehen. 

Ich gebe das Wort nun zurück an Leonie, denn auch sie möchte euch noch etwas mit auf den Weg geben. 

Wie ich vorhin schon gesagt habe: Die Zeit vergeht schnell. Gefühlt sind wir kaum an der Schule angekommen, stehen wir schon hier mit unseren Abschlusszeugnissen in der Hand. Aber all unsere Bemühungen haben sich gelohnt und wir können alle stolz auf uns sein. Wir haben es alle geschafft und das kann uns keiner nehmen.

An dieser Stelle möchte ich mich noch im Namen von unserer Stufe ganz herzlich bei Herrn Uhde, dem Elternbeirat und seinem Vorsitzenden Herrn Hutter bedanken. Vielen Dank, dass Sie uns diesen Tag, trotz aktueller Umstände ermöglicht haben.  

Aber nun nochmal zurück zu der altbekannten Frage „Was möchtest du einmal werden?“ Einige von uns haben bereits eine Antwort auf diese Frage. Jule wird zum Beispiel nach Konstanz ziehen, um dort ihrer Leidenschaft, der Mode, nachzugehen. Elif wird Jura studieren, um sich später für unser Recht einzusetzen. Und Silas wird dafür sorgen, dass es Elif nie langweilig wird. Denn er geht zur Polizei, um für unsere Sicherheit zu sorgen.

So schlägt jeder seinen eigenen Weg ein. Einige werden, sofern es möglich ist, ein Jahr im Ausland verbringen und andere wiederum werden zunächst einmal ein FSJ beginnen, um sich etwas Zeit zu verschaffen oder auch einfach nur, um sich eine kleine Pause zu gönnen. Denn die haben wir uns wirklich verdient. Und wenn man uns eines Tages wieder fragen wird, was wir werden wollen, werden wir nicht mehr raten müssen. Wir werden es wissen.

Ich wünsche euch allen von ganzem Herzen nur das Beste auf eurem weiteren Weg. Viel Erfolg, Freude und ganz viele tolle Erinnerungen. Sammelt so viele Erfahrungen wie ihr nur könnt, lasst eure Träume wahr werden und traut euch, Neues auszuprobieren. Denn wie ein weiser Mann immer wieder zu uns gesagt hat: „Den Mutigen gehört die Welt“. 

Dankeschön

 

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