Schnupperkurs in die genetische Forensik Reviewed by Momizat on . Am 10. Mai besuchten die Biologen von Hr. Theobald das Explo-Labor in Heidelberg. Hier werden diverse molekulargenetische Versuche angeboten, die die SchĂĽler da Am 10. Mai besuchten die Biologen von Hr. Theobald das Explo-Labor in Heidelberg. Hier werden diverse molekulargenetische Versuche angeboten, die die SchĂĽler da Rating: 0

Schnupperkurs in die genetische Forensik

Am 10. Mai besuchten die Biologen von Hr. Theobald das Explo-Labor in Heidelberg. Hier werden diverse molekulargenetische Versuche angeboten, die die Schüler dann in Eigenregie durchführen können. Im DNA2-Praktikum kann man durch molekularbiologische Verfahren Täter auf die Spur kommen oder auch den Ursprung gefährlicher, antibiotikaresistenter Keime identifizieren.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung, ging es dann ins Labor, wo es zunächst darum ging, Tatortspuren mittels genetischen Fingerabdrucks mit drei Verdächtigen zu vergleichen. Dazu mussten die DNA-Proben mittels Polymerase-Kettenreaktion im Thermocycler vervielfältigt werden, um eine ausreichende Materialmenge zu erhalten. In der Gelelektrophorese konnten die DNA-Proben dann sichtbar und so miteinander verglichen werden. Befindet sich der Täter unter den Verdächtigen?

Zudem wurde der Ursprung eines antibiotikaresistenten Keimes gesucht. Um weitere Ansteckungen vermeiden zu können, musste der Ursprung der Bakterienkolonie schnell ermittelt werden. Dazu mussten die Plasmide der eingeschickten Bakterienproben mittels Restriktionsverdau untersucht werden. Unsere „CSI-CopGym-Ermittler“ mussten also Waschen, Schneiden, Färben… Was hier jedoch so klingt wie die Zusammenfassung eines Friseurbesuchs ist natürlich molekularbiologisch zu verstehen: Plasmid-DNA musste isoliert und von unerwünschten Bestandteilen gereinigt werden. Mittels spezieller Restriktionsenzyme wurden die Plasmide dann in Bruchstücke zerschnitten. Je nachdem, wie oft die Plasmide die Enzymschnittstelle enthielten, entstanden somit unterschiedlich viele Bruchstücke, die sich dann mit der Plasmid-DNA des totbringenden Keimes in einer Elektrophorese verglichen ließen. Als Möglichkeiten zum Patientenkeim (P) standen zu Wahl: L = Lüftung, W = Wasser, T = Toilette, K = Kantine, G = Geländer. Wo hat sich der Patient angesteckt?

Nach einer kleinen Zusammenfassung ging es um 16:30 wieder zurĂĽck nach Philippsburg und ein langer Labortag zu Ende.

Ein groĂźer Dank geht an den Laborleiter Dr. Engelbrecht und seine Mitarbeiter fĂĽr die Umsetzung eines tollen Praktikums. (Teo)

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