Genlabor statt Biosaal: Biologie-Kurs der KS1 in Heidelberg Reviewed by Momizat on . Thermocycler, Vortexmischer und Mikropipette. Das waren nur einige der Geräte, welche die Schülerinnen und Schüler des 4-stündigen Biologie-Kurses der KS1 im Ex Thermocycler, Vortexmischer und Mikropipette. Das waren nur einige der Geräte, welche die Schülerinnen und Schüler des 4-stündigen Biologie-Kurses der KS1 im Ex Rating: 0

Genlabor statt Biosaal: Biologie-Kurs der KS1 in Heidelberg

Thermocycler, Vortexmischer und Mikropipette. Das waren nur einige der Geräte, welche die Schülerinnen und Schüler des 4-stündigen Biologie-Kurses der KS1 im Explo-Genlabor in Heidelberg benutzten. Sie arbeiteten einen Tag wie Molekularbiologen und konnten so ihr im Unterricht erworbenes Wissen praktisch anwenden.

Im Labor meisterten die Schülerinnen und Schüler mehrere Aufgaben. Zuerst galt es einen Täter mittels eines genetischen Fingerabdrucks zu überführen. Mit Hilfe der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) wurde das genetische Material, das beim Tatort sichergestellt wurde, vervielfältigt. Nach diesem Verfahren standen Millionen von Genfragmenten für einen Vergleich der genetischen Fingerabdrücke zur Verfügung. Dazu mussten die Genfragmente nach ihrer Größe getrennt werden. Dazu nutzten die Schülerinnen und Schüler das Verfahren der Agarose-Gelelektrophorese. Danach konnten die Genfragmente zum ersten Mal im Gel sichtbar gemacht werden.

In einem Krankenhaus hatten sich antibiotika-resistente Keime ausgebreitet. Um zu klären, wo sie sich vermehrten, wurden an verschiedenen Stellen im Krankenhaus Proben genommen und Kolonien kultiviert. Die Schülerinnen und Schüler isolierten und reinigten die Plasmid-DNA der Bakterien. Im nächsten Schritt führten sie einen Restriktionsverdau durch. Mit Hilfe von Enzymen wird die Plasmid-DNA in spezielle Fragmente zerschnitten. Im Agarosegel ergaben sich charakteristische Banden, wodurch der Fall eindeutig aufgeklärt werden konnte.

Nach einem Arbeitstag im Labor waren unsere jungen Biologen um viele Erfahrungen reicher. Mittels einer Mikropipette misst ein Molekularbiologe eine definierte Menge einer DNA-Lösung ab. Oft ist diese Menge nicht größer als ein winziger Tropfen. Die unsichtbare Erbsubstanz (DNA) wird in einem speziellen Gerät, dem Thermocycler, vervielfältigt. Das wohl interessanteste Gerät war der Vortexmischer, mit dem man Proben in einem kleinen Reaktionsgefäß mischen konnte.

Am meisten zeigten sich die Schülerinnen und Schüler davon beeindruckt, dass die Theorie oft einfacher ist als die praktische Umsetzung im Labor. (Uh)

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