Verabschiedung von Frau Studiendirektorin Beust am 08.09.2008 Reviewed by Momizat on . In der vorletzten Ferienwoche war es amtlich: Frau Hannelore Beust verlässt nach fünf Jahren das Copernicus-Gymnasium und wechselt ab sofort als Schulleiterin a In der vorletzten Ferienwoche war es amtlich: Frau Hannelore Beust verlässt nach fünf Jahren das Copernicus-Gymnasium und wechselt ab sofort als Schulleiterin a Rating: 0

Verabschiedung von Frau Studiendirektorin Beust am 08.09.2008

In der vorletzten Ferienwoche war es amtlich: Frau Hannelore Beust verlässt nach fünf Jahren das Copernicus-Gymnasium und wechselt ab sofort als Schulleiterin ans Hölderlin-Gymnasium Heidelberg. Damit schließt sich für sie ein Kreis: Ihre neue Wirkungsstätte ist die Schule, an der sie ihr Abitur gemacht hat. Vor fünf Jahren war Frau Beust vom Helmholtz-Gymnasium in Heidelberg ans Copernicus-Gymnasium gekommen, ein knappes Jahr später war sie offiziell als Studiendirektorin zur ständigen Vertreterin des Schulleiters bestellt worden.
Am 8. September, dem ersten Schultag nach den großen Ferien, wurde nun die bei Lehrern wie Schülern gleichermaßen beliebte Pädagogin im Anschluss an eine Gesamtlehrerkonferenz im Kreise ihrer ehemaligen Kolleginnen und Kollegen feierlich verabschiedet. Oberstudiendirektor Hans Sonnentag würdigte ihre Verdienste und wünschte ihr Glück und Erfolg für ihre neue Aufgabe als Schulleiterin. „Bevor man mit einer solchen Aufgabe betraut wird, muss man einen beschwerlichen Weg gehen und mit viel Fleiß und persönlichem Einsatz, der weit über das Normalmaß der Anforderungen hinausgeht, auf sich aufmerksam machen und sich bewähren“, stellte Sonnentag fest. Er hob die unermüdliche Arbeit und die ebenso große Einsatzbereitschaft seiner bisherigen Stellvertreterin hervor: „Nichts war Ihnen zu viel. Wir haben Ihnen einiges zu verdanken und nehmen nur ungern Abschied von Ihnen.“ Er wünsche ihr an ihrer neuen Schule eine glückliche Hand und starke Nerven. Anschließend überreichte er im Namen der Schulleitung und der Verwaltung u.a. Blumen, ein Fotobuch mit Erinnerungsbildern und eine Konferenzglocke als passendes Abschiedsgeschenk.

 

 

 

In seinen Abschiedsworten stellte der Vorsitzende des örtlichen Personalrats, Studiendirektor Pöschel, Frau Beusts Fähigkeit heraus, die Standpunkte anderer zu verstehen: „Sie trauen Ihren Kolleginnen und Kollegen etwas zu und vertrauen ihnen. Sie bringen eine positive Stimmung, eine konstruktive Atmosphäre in Ihre Schule. Wenn Sie jetzt gehen, hinterlassen Sie eine Lücke.“
Frau Beust bedankte sich für die Glückwünsche und die Abschiedspräsente des Kollegiums, indem sie in einer kurzen Rückschau betonte, wie gern sie am Copernicus-Gymnasium gewesen sei: Sie scheide mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Worte zur Verabschiedung

Oberstudiendirektor Hans Sonnentag:

Liebe Frau Beust,

seit zwei Wochen hat das lange Warten nun endlich ein Ende. Sie haben aus den Händen von Herrn Buhmann Ihr Bestellungsschreiben als neue Schulleiterin des Hölderlin-Gymnasiums in Heidelberg erhalten und wurden mit sofortiger Wirkung dort hinversetzt. In vorauseilendem Gehorsam hat Sie der Betreuer der Hölderlin-Homepage auch schon gleich zur Oberstudiendirektorin befördert. Wenn Sie Glück haben, zahlt er Ihnen vielleicht auch gleich das höhere Gehalt. Das Hölderlin-Gymnasium ist die Schule, an der Sie Ihr Abitur gemacht haben. Und so schließt sich für Sie ganz persönlich ein Kreis. Wir gratulieren Ihnen ganz herzlich zur Bestellung und wünschen Ihnen Glück und Erfolg für Ihre neue Aufgabe als Schulleiterin.
   Bevor man mit einer solchen Aufgabe betraut wird, muss man im Regelfall einen beschwerlichen Weg gehen und mit viel Fleiß und persönlichem Einsatz, der weit über das Normalmaß der Anforderungen hinausgeht, auf sich aufmerksam machen und sich bewähren. Den Grundstein für Ihre Leitungstätigkeit haben Sie, wie auch ich, am Helmholtz-Gymnasium in Heidelberg gelegt. Dort haben Sie erste Erfahrungen in der Schulverwaltung und Organisation machen können. Das waren sicherlich Ihre Lehrjahre.
   Ihre Gesellenjahre haben Sie hier bei uns am Copernicus-Gymnasium in Philippsburg abgeleistet. Mit großem Fleiß und ebenso großer Einsatzbereitschaft haben Sie sich in Schulleitungsaufgaben eingearbeitet und alle Facetten dieser Führungstätigkeit kennen lernen können. Nichts war Ihnen dabei zu viel, und alles wollten Sie immer hundertprozentig machen. Wir haben Ihnen einiges zu verdanken und nehmen nur ungern Abschied von Ihnen.
   Aber die Gesellenjahre sind nun vorbei, und Sie haben die Meisterprüfung abgelegt und sich gegen einen nicht zu unterschätzenden Konkurrenten durchgesetzt. Zeigen Sie nun an der für Sie richtigen Stelle, was Sie draufhaben, und bringen Sie das Hölderlin voran. Wir wünschen Ihnen dazu eine glückliche Hand, mehr Ruhe und Geduld, als Sie sie hier manchmal bewiesen haben, und starke Nerven bei allem, was nun auf Sie hereinbricht und auf Sie einstürmt.
   Als Sie nach Philippsburg an das Copernicus-Gymnasium kamen, sprachen Sie noch sehr lange – fast ein Jahr – immer: „Das haben wir so gemacht“, und meinten mit dem „Wir“ das Helmholtz-Gymnasium. Wenn Sie das nun in Heidelberg wiederholen und mit dem „Wir“ das Copernicus-Gymnasium meinen, wäre das für Sie als neue Schulleiterin sicher nicht von Vorteil. Man könnte es Ihnen sogar übelnehmen, mit dem „Wir“ nicht die neue eigene Schule zu meinen. Deshalb der gute Rat: Vergessen Sie das ganz schnell!
   Uns, die Copernicaner und unser Gymnasium, sollen Sie aber auf keinen Fall vergessen. Und Philippsburg auch nicht. Damit Sie uns in hoffentlich guter Erinnerung behalten, hat Herr Müller ein kleines Heftchen für Sie zusammengestellt, das ich Ihnen nun als Abschiedsgeschenk der Abteilungsdirektoren und der Verwaltung zusammen mit einem geheimnisvollen Karton, über dessen Inhalt ich nichts verrate, und einem geeigneten Getränk, mit dem man sowohl Frust als auch Freude gleichermaßen begießen kann, überreiche. Ein paar Blümchen dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Herzlichen Dank für die hier geleistete Arbeit und alles Gute für die Zukunft.

Personalratsvorsitzender Joachim Pöschel:

Liebe Frau Beust,

es ist eine gute Nachricht, dass Sie Schulleiterin werden, aber es ist eine schlechte Nachricht, dass Sie uns deshalb verlassen müssen.
In diesem Spannungsbogen verstehen und empfinden heute das Kollegium und der Personalrat Ihre Bewerbung und die Entscheidung des Ministeriums. Aber mit der Zeit wird sich die Freude mit Ihnen über Ihre neue Aufgabe durchsetzen und die Wehmut verdrängen.
Offensichtlich planen und handeln Sie nach einem Rat Gerhart Hauptmanns: „Sobald jemand in einer Sache Meister geworden ist, sollte er in einer neuen Sache Schüler werden.“ Sie haben sich im Team mit Herrn Sonnentag in den Jahren am CopGym meisterlich entwickelt. Natürlich haben Sie ab und zu auch mal Fehler gemacht – im Bürokratendeutsch waren Sie „fehleroffen“ –, aber Sie haben es verstanden, nicht alle Fehler selber zu machen und uns auch die Chance dazu gelassen. Davon haben wir auch eifrig Gebrauch gemacht.
W
enn mal Sand im Getriebe war, wenn’s mal geknirscht hat, haben Sie erfolgreich vermittelt. Sie können zuhören und Standpunkte anderer verstehen. Sie trauen Ihren Kolleginnen und Kollegen etwas zu und vertrauen ihnen. Sie bringen eine positive Stimmung, eine konstruktive Atmosphäre in Ihre Schule. Wenn Sie jetzt gehen, hinterlassen Sie eine Lücke.
Aber: Wir beglückwünschen Sie zu Ihrer neuen Leitungsfunktion am Hölderlin-Gymnasium Heidelberg. Managen Sie Ihr neues Haus so, dass Ihr neues Kollegium motiviert ist und gern mit Ihnen zusammenarbeitet. Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg und persönlich alles Gute!

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