„Der Tod gehört zum Leben dazu“ Reviewed by Momizat on . Am 1. Februar 2016, der letzten Religionsstunde vor den Faschingsferien, besuchten uns, die 9. Klasse, im Rahmen unseres Themas Tod zwei Mitarbeiterinnen eines Am 1. Februar 2016, der letzten Religionsstunde vor den Faschingsferien, besuchten uns, die 9. Klasse, im Rahmen unseres Themas Tod zwei Mitarbeiterinnen eines Rating: 0

„Der Tod gehört zum Leben dazu“

Am 1. Februar 2016, der letzten Religionsstunde vor den Faschingsferien, besuchten uns, die 9. Klasse, im Rahmen unseres Themas Tod zwei Mitarbeiterinnen eines Hospizes, die kranken und sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllen und sie auf ihrem Sterbensweg begleiten.

Sie erzählten uns von ihrer Arbeit und beantworteten unsere Fragen. Natürlich ist der Tod ein Thema, über das man eigentlich nicht gerne spricht, doch die Frauen erklärten uns, dass er zum Leben dazugehört und dass man sich mit ihm auseinandersetzen muss. Sie brachten uns Dinge mit, die sie mit ihrer Arbeit verbinden, wie Bilder, die eine Patientin gemalt hatte oder ein Handy mit dem sie die Angehörigen anrufen, um die Sterbenden zu unterstützen. Sie erzählten von ihren Patienten und von deren letzten Wünschen, viele davon waren ganz einfache Dinge, die für uns eigentlich selbstverständlich sind, wie zum Beispiel das Lieblingsgericht kochen, in den Garten gehen oder das letzte Mal Schnee anfassen.

Doch die Sterbenden konnten diese Dinge nicht mehr alleine machen, deshalb wurden sie von den Hospizarbeiterinnen unterstützt. Außerdem wollten sich viele der Kranken vor ihrem Tod mit ihren Verwandten vertragen und in ihren letzten Tagen von ihnen umgeben sein. Eine der Frauen erinnerte sich an einen Mann, dessen Zimmer voll von Verwandten und Freunden war und überall im Haus Musik lief, während er starb. Eine andere Frau versöhnte sich vor ihrem Tod mit ihrer Tochter, sodass sie zufrieden sterben konnte. Die Einstellung zum Tod war für die Hospizarbeiterinnen eine ähnliche: Sie sahen den Tod als Teil des Lebens an und hatten keine Angst davor. Doch auch sie wollten in ihren letzten Tage von ihren Verwandten umgeben sein und unterstützt werden.

Der Besuch hat uns gezeigt, dass man ganz offen über das Thema Tod sprechen kann und dass es sogar helfen kann, darüber zu reden, denn der Tod ist schließlich ein Teil vom Leben und der Anfang von etwas Neuem. (Lea Degen)

 

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