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Verdun – Die Hölle des Ersten Weltkriegs

Einmal Geschichte hautnah erleben – das durften wir, die Klasse 8c und 8e, gemeinsam mit unseren Lehrern Frau Jurisic, Herr Kaspar und  Herr Müller. Am Montag, den 08.07.2013, fuhren wir ins französische Verdun, nachdem wir zuvor eine informative Einführung in das Thema „Schlacht um Verdun im Ersten Weltkrieg“ erhalten hatten.
Dort angekommen erhielten wir die Gelegenheit die historische Altstadt von Verdun selbstständig zu erkunden. Anschließend besichtigten wir gemeinsam mit unserem Gruppenleiter den Friedhof und das beeindruckende Beinhaus von Douaumont, wo die Gebeine von mehr als 130 000 nicht identifizierten deutschen und französischen Soldaten ruhen. Im „Fort de Douaumont“, welches wir im Anschluss besuchten, erfuhren wir, wie die Soldaten damals in beengenden, dunklen, kalten und überfüllten Gängen überleben mussten. Das Fort, das ursprünglich für die Unterbringung von 500 Personen erbaut wurde, beherbergte teilweise bis zu 4.000 Mann. Manche starben dort aufgrund des Sauerstoffmangels. Missverständnisse führten dazu, dass man sich gegenseitig erschoss. Auf unserer Rückfahrt hielten wir noch an einem eingestürzten Schutzbunker und an dem, dem Erdboden gleichgemachten, ehemaligen Dorf „Fleury“ an. Außer einer Kapelle, welche von tausenden von Granattrichtern umgeben ist, steht dort heute nichts mehr. Müde, aber tief beeindruckt, kehrten wir am Abend in unserer Jugendherberge ein.

Nach dem Frühstück brachen wir zum Museum „Mémorial de Verdun“ auf. Eindrucksvoll stellten Filme, Bilder und Waffen die Brutalität, Grausamkeit und das sinnlose Massensterben der „Hölle von Verdun“ dar. Schätzungen zufolge verloren 338 000 deutsche und 364 000 französische Soldaten ihr Leben.  Allein am ersten Angriffstag der Verdunoffensive 1916  fielen auf einen halben Quadratkilometer 80 000 Granaten. Auch heute ist es noch nicht ratsam die vorgegebenen Wege rund um Verdun  zu verlassen, da immer noch viele Granaten und Minen im Boden verborgen sind. Nach diesen erschütternden Ausführungen statteten wir dem „Fort de Vaux“ einen Besuch ab. Dort herrschten nach einer längeren Belagerung durch deutsche Soldaten katastrophale hygienische Verhältnisse. Hunger und Wassermangel zwangen die Franzosen schließlich sich dem deutschen Feind zu ergeben. „Ils n‘ ont pas passé“ war die Aufschrift des Denkmals auf dem Hügel „Höhe Toter Mann“, auf welchem erschütternde Kämpfe von Mann zu Mann stattfanden. Nach dieser Besichtigung begaben wir uns auf den amerikanischen Friedhof in Romagne. Neben dem Denkmal und einer Kapelle umfasst der gepflegte Friedhof tausende von symmetrisch angeordneten Gräbern.
Im Gegensatz dazu ist der deutsche Friedhof bei Verdun auf einer Waldlichtung angelegt und wirkt auf den Besucher verlassen, naturbelassen und friedlich. Unsere letzte Station führte uns zu einem Denkmal, das ein zerstörtes Dorf symbolisieren soll. In den Schützengräben, in denen die einfachen Soldaten der Kälte, der Nässe und dem Schlamm ausgesetzt waren, konnten wir noch einmal die Situation der Frontsoldaten nachvollziehen.
Mit vielen neuen bleibenden Eindrücken kehrten wir am Abend nach Philippsburg zurück. Abschließend bleibt zu hoffen, dass sich die „Hölle von Verdun“ nicht noch einmal wiederholt.

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